Mosbach, 23. April 2012. Das MES-System HYDRA ist prinzipiell in allen
Industriebetrieben, unabhängig von Größe und
Branchenzugehörigkeit einsetzbar. Unterstützt wird das
durch:
die moderne Technologiebasis nach den Prinzipien der
serviceorientierten Architektur (SOA), die es einfach und flexibel
ermöglicht, eine anwenderspezifische MES-Lösung zu erstellen.
modular aufgebaute, umfangreiche MES-Funktionalitäten mit
vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten, die
unterschiedliche Fertigungsverfahren und -prozesse abbilden.
eine Vielzahl von Installationen, stabile und erprobte Anwendungen sowie
langjährige Erfahrung in verschiedensten Branchen von der
Metallverarbeitung bis hin zur Medizintechnik.
Das heißt: HYDRA-Anwender profitieren von den Vorteilen einer modernen
MES-Standardsoftware und der maßgeschneiderten
Funktionalität einer Branchenlösung.
Branchenübergreifend haben die Unternehmen mit den gleichen Problemen zu
kämpfen – beispielsweise müssen sie ihre Produkte oder Chargen
zurückverfolgen können und Energieeinsparungen vornehmen.
Zugleich benötigen sie Instrumente, mit denen sie negative Tendenzen in der
Fertigung möglichst frühzeitig erkennen können, um diesen entgegen
zu wirken. Dennoch hat jede Branche ihre Besonderheiten: Technologien,
Prozesse, gesetzliche Vorgaben oder ein spezifisches Vokabular.
Um diesem Umstand Rechnung zu tragen und die Implementierung der
MES-Lösungen zu vereinfachen, bietet MPDV branchenspezifische
MES-Lösungen für die Getränkeabfüller, die
Kunststoffindustrie und jetzt ganz neu auch für die Metallindustrie
an, in denen die spezifischen Anforderungen abgedeckt werden. |
MES-Branchenlösung für die Getränkeindustrie
Zusammen mit der KHS AG hat MPDV die MES-Branchenlösung
"INNOLINEMES" für die Getränkeindustrie entwickelt.
Hierbei galt es, u.a. den Weihenstephaner Standard und die Anforderungen der
Linienfertigung im MES umzusetzen. Beispiele für
Funktionalitäten dieser Beverage-Lösung sind: zentrale
Maschinendatenerfassung einer Großlinie und zusätzliche
BDE-Terminals in der Linie, neue Monitoring-Funktionen wie
Linienübersicht, -zeitprofil, -leistungsauswertung,
Störungshitliste und -rückverfolgung, Kennzahlenberechnung
für Linien (gemäß OPI, OEE und DIN 8782), Reports zu Schichten,
Abfüllchargen und -aufträgen, Verbrauchsstatistiken zu
Maschinen und Linien, Materialflussbetrachtung und Recipe-Management.
MES-Branchenlösung für die Kunststoffindustrie
Im Kunststoffpaket spielt die Anbindung von HYDRA an Extrusions- und
Formschaumanlagen sowie Spritzgussmaschinen eine große Rolle – so
auch Schnittstellen wie Euromap 63. Auch die mehrstufige Fertigung und
die Parallelfertigung (linkes und rechtes Teil für ein Produkt werden
gleichzeitig gefertigt), ist im Kunststoffpaket abgebildet. Spezielle
Funktionen in der Kunststofflösung sind beispielsweise
nestbezogene Auswertungen, Überwachung der Prozessdaten wie
Druck, Temperatur und Zykluszeit, Applikationen zur Materialflusssteuerung
und vorbeugenden Instandhaltung sowie dem Energiemanagement, was gerade
für die Kunststoffindustrie als energieintensive Branche sehr
wichtig ist.
MES-Branchenlösung für die Metallindustrie
Neu ist jetzt das Branchenpaket für die Metallindustrie. In einem
metallerzeugenden bzw. -verarbeitenden Unternehmen werden
verschiedenartige Prozesse durchlaufen. Eine der Herausforderungen ist
dabei die Abbildung der Gießerei. In der Urformung werden die
grundlegenden Eigenschaften der späteren Produkte definiert. Die
Hauptrolle spielt die Komposition der Schmelze. Für die gleiche Ziellegierung
können unterschiedliche Einsatzstoffe verwendet werden. Die Auswahl
der richtigen Einsatzstoffe erfolgt in jedem Gießereibetrieb nach
unterschiedlichen Gesichtspunkten, beispielsweise
kostenorientiert oder abhängig von der jeweiligen Materialsituation.
Das sogenannte Gattierungssystem muss dafür diverse Regeln bei der
Materialauswahl berücksichtigen. Die bei der Gattierung entstandene
Chargierliste ist die Vorgabe für den Schmelzer mit Angabe der zu verwendenden
Materialien, Mengen, Lagerorte usw. Ist das Material im Ofen verschmolzen, wird
eine Probe gezogen, um die exakte Zusammensetzung zu bestimmen. Sind
Abweichungen von den Vorgaben vorhanden, muss nachgattiert und anschließend
erneut eine Probe entnommen werden. Dadurch wird das Ergebnis verbessert, was
mehrfach wiederholt werden kann. Liegt das gewünschte Resultat vor, endet der
Vorgang mit dem Abguss der Schmelze. Das neue Branchenpaket Metall stellt
hierfür alle erforderlichen Anwendungen und Funktionen bereit.
Die langjährigen Erfahrungen in Kundenprojekten fließen aktuell und
zukünftig in neue Branchenpakete ein. Dadurch werden die Bedürfnisse
unserer aktuellen und zukünftigen Kunden noch differenzierter abgebildet,
ohne den übergreifenden Standardgedanken außer Acht zu lassen.
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